SimION

Entwicklung eines Simulationssystems für das Intra Operative Neuromonitoring in der HNO-Chirurgie

Kurztitel: SimION 

Kurzfassung:

Das Ziel des Projektes ist die prototypische Entwicklung eines Simulationssystems („Patientenmodell“) für das sog. intraoperative Neuromonitoring (IONM) anhand eines Beispielszenarios aus der HNO-Chirurgie. IONM ist ein elektrophysiologisches Verfahren zur Überwachung der Integrität und Lokalisation von Nervenbahnen, das den Chirurgen unterstützt, Verletzungen und Schädigungen an neuralen Risikostrukturen (z.B. Nervus Facialis) während einer Operation zu vermeiden. Die Anwendung des IONM soll mit dem zu entwickelnden Simulationssystem realistisch, kostengünstig und reproduzierbar geübt werden können.

Es ist geplant, ein realistisches, anatomisch korrekt nachgebildetes Schädelmodell zu entwickeln und prototypisch umzusetzen. In diesem Schädelphantom wird das elektro-physiologische Verhalten neuraler Strukturen simuliert. Der innovative Ansatz besteht in der Kombination physischer und virtueller Modellkomponenten. Durch die Analogiemodelle sind die anatomischen und haptisch-mechanischen Eigenschaften wirklichkeitsnah nachzubilden. Mit den zu entwickelnden Signalmodellen werden Signalcharakteristika zur Signalanalyse (Erfassung und Auswertung des für das beim IONM erzeugte Stimulationssignals am Nerv) und Signalsynthese (Erzeugung dynamisch adaptierter EMG-Signale der Muskulatur) beschrieben. Weiterhin sind geeignete Sensorkonzepte für die Lokalisation der Nervenstrukturen im Schädelmodell zu erarbeiten.

Abbildung: Schematischer Aufbau des SimION-Modells 

Projektleiter:

 Prof. Dr.-Ing. Jens Jäkel

Mitarbeiter:

 M. Sc. Ronny Höche

Laufzeit:

 05/2015 - 04/2019 

Förderung:

BMBF